Rivanazzano Dragway, Italien / 12.05. – 15.05.2022

Die Anreise begann am Donnerstag gegen 13:00 Uhr. Wir hatten alles eingepackt ohne zu wissen, ob die neuen Teile auch so funktionieren würden wie erhofft. Also auf nach Rivanazzano zum ersten Rennen ohne vorherige Testläufe. Die fast 600 Kilometer Anfahrt über den Brenner und italienische Autobahnen vorbei am Gardasee zogen sich dann mit dem LKW doch auf gute acht Stunden. Als wir den Rennplatz erreichten war noch nicht ganz klar, wo die Klasse ProET stehen sollte. Das Fahrerlager war unserer Meinung nach allerdings schon sehr gut gefüllt. Kurz noch alles ausgeladen und schon einmal alles für die erste Nacht im LKW vorbereitet.

Am Freitagmorgen sahen wir, dass noch weitere Teams angereist waren und der Platz langsam sehr voll wurde. Nach einem ausgiebigen Frühstück ging es noch zur technischen Abnahme und Fahrerbesprechung. Die Italiener haben ja ein entspannteres Zeitgefühl, wodurch unser erster Qualilauf dann um 14:30 Uhr stattfand. Da zeigte sich, dass sogar unser Camaro zu viel Leistung für diese Strecke hatte. Am Start hatte Armin keine Traktion und auch beim Schalten sind die Reifen durchgedreht. Nach drei Qualiläufen war der erste Tag vorbei und die Timeslips wurden mit guter Gesellschaft von lange nicht mehr gesehenen Teams und Fahrern analysiert. Da alle mit der schlechten Strecke zu kämpfen hatten waren auch alle in gleicher Weise ratlos, wie man am besten damit umgeht. 

Samstagmorgen durchliefen wir, abgesehen von der technischen Abnahme, das gleiche Prozedere. Um 9:00 Uhr war bei schönstem Wetter und bereits über 20°C die Fahrerbesprechung und im Laufe des Tages wurde es noch heißer. Bei insgesamt vier Qualiläufen an diesem Tag konnten wir uns bei einer schlechten aber konstanten Zeit von 10,7 Sekunden einpendeln. Dabei half allerdings einzig und allein alle technischen Hilfsmittel auszuschalten und wie zu Junior Dragster Zeiten zu starten. Am Ende des Tages hatten wir dann den vierten Platz auf der Qualifikationsliste sicher, was eine gute Ausgangsposition für die Eliminations am Sonntag war.

In der ersten Eliminationsrunde hatte Armin gleich einen ByeRun, da der Gegner wegen seiner gebrochenen Lenkung zu Beginn ausfiel. In der zweiten Runde fuhr Armin gegen unseren italienischen Nachbarn im Fahrerlager. Der hatte denkbar schlechte Karten, da er Armin am Start über eine Sekunde Vorsprung lassen musste was zu einem Rotlicht führte. Der nächste Kontrahent, ein sehr erfahrener Franzose der sein Auto gut im Griff hatte, wäre schon eine größere Herausforderung gewesen. Doch als wir in den Vorstart los wollten bemerkte Armin ein Problem mit den Bremsen. Vielleicht die hohen Temperaturen oder ein technisches Problem, wir konnten die Ursache leider nicht schnell genug finden und mussten aufgeben.

Dennoch haben wir uns am Ende des Tages den vierten Platz von insgesamt 28 Startern gesichert. Und das ganz ohne große Vorbereitungen, womit wir sehr zufrieden sind. Wir ließen den letzten Abend noch gemütlich mit Pizza und Wein ausklingen, auch Benni und Markus blieben noch dort. So wurde es ein rundum schöner und typisch italienischer Abend. Am Montagmorgen traten wir dann wieder die Heimfahrt nach Krügling an, wo wir gegen 16:00 Uhr eintrafen.